Ziele
Social Prescribing ist eine komplexe Intervention und bietet eine strukturierte Möglichkeit, Patient*innen mit gesundheitsrelevanten psychosozialen und emotionalen Bedürfnissen mit regionalen Angeboten zu vernetzen, um Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Teilhabe zu stärken.
Um weitere Umsetzungserfahrungen zu sammeln, verschiedene Modelle zu erproben und ein einheitliches, regional adaptierbares Konzept von Social Prescribing zu entwickeln, wurde im Rahmenarbeitsprogramm der Agenda Gesundheitsförderung (2024–2028) 2025 ein weiterer Fördercall ausgelobt, der die Förderung von (voraussichtlich) 32 Einrichtungen vorsieht. Die Gesundheit Österreich GmbH (Abteilung Gesundheit, Gesellschaft und Chancengerechtigkeit) wurde mit der Abwicklung des Fördercalls und der Umsetzung der Evaluierung beauftragt.
Die inhaltlichen Ziele der Evaluierung fokussieren auf drei Schwerpunkte: (kurzfristige) Wirkungen, Chancengerechtigkeit und (nachhaltige) Umsetzung.
Umsetzung
Zur Bearbeitung der Forschungsfragen wird ein Mixed-Methods-Design gewählt, das quantitative und qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden systematisch miteinander kombiniert. Ziel ist es, die Evaluationsfragen umfassend, theoriegeleitet und multiperspektivisch zu beantworten sowie unterschiedliche Sichtweisen zentraler Akteur*innen in die Analyse einzubeziehen. Die methodische Triangulation ermöglicht es, sowohl strukturelle Muster als auch prozessuale Dynamiken und subjektive Erfahrungen im Kontext von Social Prescribing abzubilden.
Die Evaluierung ist als prozessuales Vorgehen entlang der drei inhaltlichen Schwerpunktthemen konzipiert. Diese sind analytisch unterscheidbar, stehen jedoch in einem engen inhaltlichen Zusammenhang und bauen im Evaluationsprozess systematisch aufeinander auf.
Neben der Analyse und Auswertung vorhandener Daten kommen unterschiedliche qualitative Methoden zum Einsatz, die die Perspektiven der unterschiedlichen Akteur*innen einbeziehen. So werden beispielsweise multiperspektivische Fallstudien erstellt, Fokusgruppen und Interviews durchgeführt.
Der engen und kontinuierlichen Abstimmung mit den Auftraggeber*innen kommt eine zentrale Bedeutung zu. Die Zusammenarbeit mit dem GÖG-Social-Prescribing-Team ist daher als strukturierter, transparenter und dialogischer Prozess angelegt.



