Jugendgesundheitskonferenzen Wien

 

Ziele

Die psychosoziale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen ist der zentrale Themenschwerpunkt der österreichischen Vorsorgestrategie für die Jahre 2024 bis 2028. Für die Umsetzung konkreter Maßnahmen stellt die Bundesgesundheitsagentur jährlich Vorsorgemittel zur Verfügung. Die Wiener Gesundheitsförderung – WiG setzt gemeinsam mit dem Frauengesundheitszentrum FEM und queraum. kultur- und sozialforschung jährlich mehrere Jugendgesundheitskonferenzen zur Stärkung der psychosozialen Gesundheit sozial benachteiligter Jugendlicher in Wien um. Das Wiener Modell der Jugendgesundheitskonferenz ist eine seit 2012 bewährte partizipative Methode der Gesundheitsförderung und gilt als Modell guter Praxis.

Zur Zielgruppe zählen sozioökonomisch benachteiligte Jugendliche jeden Geschlechts zwischen 12 und 19 Jahren. Sie sollen durch die partizipative Arbeit an der Jugendgesundheitskonferenz in ihren Gesundheitskompetenzen gestärkt und für den Zusammenhang zwischen ihrer Lebenswelt und ihrem Wohlbefinden sensibilisiert werden. Zur erweiterten Zielgruppe gehören auch Personen, die mit Jugendlichen zusammenarbeiten (z. B. Pädagog*innen, Jugendarbeiter*innen) sowie die Entscheidungsträger*innen im Bezirk.

Umsetzung

Die Jugendlichen beschäftigen sich in einem mehrmonatigen, partizipativen Prozess mit Themen rund um Gesundheit und Wohlbefinden aus ihrer eigenen Perspektive. Begleitet werden sie dabei vom Umsetzungsteam sowie von vertrauten erwachsenen Betreuungspersonen (z. B. Lehrpersonen, Pädagog*innen, Jugendarbeiter*innen). Die jungen Menschen entwickeln aus ihrer Lebenswelt heraus eigene Gesundheitsthemen, bereiten diese nach ihren Vorstellungen auf und präsentieren sie auf einer großen Veranstaltung anderen Jugendlichen und Erwachsenen. Flankierende Angebote wie Capacity Building, Reflexionsworkshops und themenspezifische Workshops unterstützen den Prozess und stärken die Ressourcen der Jugendlichen.

Ihr*e Ansprechpartner*in